Bei dem
Bauspardarlehen handelt es sich im eine
spezielle Kreditart, die ausnahmsweise nicht von einer Bank
vergeben wird, sondern von der Bausparkasse, und zwar im Rahmen
eines Bausparvertrages. Neben dem Hypothekendarlehen ist das
Bauspardarlehen der Kredit, der am häufigsten im Rahmen einer
Immobilienfinanzierung zum Einsatz kommt. Der Bausparer bekommt
dieses sehr zinsgünstige Bauspardarlehen allerdings nicht „so
ohne Weiteres“, sondern die Auszahlung ist an bestimmte
Bedingungen geknüpft, die auch nichts mit der Bonität des Kunden
zu tun haben, sondern es handelt sich dabei um die so genannten
Zuteilungsvoraussetzungen. Damit der Bausparer das
Bauspardarlehen erhalten kann, muss der gesamte Bausparvertrag
zuteilungsreif ist. Dieses ist wiederum erst dann der Fall, wenn
eine festgelegte Bewertungszahl erreicht wurde. Diese wird von
der Bausparkasse errechnet und vorgegeben und richtet sich vor
allem danach, ob die Mindestspardauer- und Mindestsparsumme
erreicht worden ist. Ist die Zuteilungsreife vorhanden, so kann
der Bausparer das Bauspardarlehen beantragen und ausgezahlt
bekommen.
Das Bauspardarlehen zeichnet sich durch günstige Zinsen
und Kalkulationssicherheit aus.
Das Bauspardarlehen bietet dem Kreditnehmer im Wesentlichen zwei
deutliche Vorteile gegenüber einem von den Banken angebotenen
Hypothekendarlehen. Der erste Vorteil besteht darin, dass die zu
zahlenden Darlehenszinsen beim Bauspardarlehen im Schnitt rund
1,0 bis zu 2,0 Prozent günstiger sind, als Zinsen für
Hypothekendarlehen. Der zweite Vorteil des
Bauspardarlehen liegt in der Zinssicherheit, und zwar für die
gesamte Laufzeit des Darlehens. Während man beim
Hypothekendarlehen in der Regel mit einer einzigen
Zinsfestschreibungsperiode von fünf oder zehn Jahren nicht
„auskommt“ und somit bei Fälligkeit der Festschreibung ein
Zinsrisiko für die Anschlussfinanzierung besteht, ist der
Zinssatz beim Bauspardarlehen für die gesamte Rückzahlungsdauer
festgelegt, was dem Kunden natürlich eine sehr hohe
Kalkulationssicherheit bietet. Abgesehen von diesen beiden
Vorteilen funktioniert das Bauspardarlehen wie das
Hypothekendarlehen. Der Kunde erhält das Darlehen zur
wohnwirtschaftlichen Verwendung ausgezahlt und führt dieses über
die Jahre in regelmäßigen monatlichen Kreditraten zurück, die
aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil bestehen. Auch das
Bauspardarlehen wird mit einer Grundschuld oder Hypothek
besichert.
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